selbstgemachte würzie Nüsse

Selbstgemachte würzige Nüsse plus Familiengeschichte

Legt euch zurück, lasst es euch abends auf dem Sofa gut gehen, und lest eine Geschichte! Dazu esst ihr am besten selbstgemachte würzige Nüsse und gleitet schön in den Herbst 2020 hinein! Wie wäre das? Ich habe heute für euch das Rezept für die Nüsse und eine Familiengeschichte exklusiv auch noch 😉 viel Spaß beim Lesen!

selbstgemachte würzige Nüsse
Gewürze

Mein Vater ist kein Rock Star

Um die Geschichte (meine Lebensgeschichte) klarer zu strukturieren, muss ich erstmal etwas Ausholen. Am besten ihr flitzt direkt mal weiter runter zum Rezept, und macht euch zuerst die Nüsse und setzt euch dann hin und lest während des Knabberns 😉 viel Spaß.

Ich bin im schönen Südtirol aufgewachsen. Meine Mutter war mit Leib und Seele alleinerziehend und ich glaube heute, dass es ihr im Großen und Ganzen eigentlich ganz recht so war! Sie konnte entscheiden, wo es hinging und wie sie mich erzog. Dieses Wort wurde von ihr übrigens gehasst, sie meinte immer:“Wenn du jemanden erziehst, ziehst du so lange an ihm herum, bis er ganz schief und schräg wird!
Begleiten wäre wohl das richtige Wort meinte sie, begleiten und zur Seite stehen, wann und wo immer dich dein Kind brauch!

Ja sie war schon ziemlich intelligent und mir ein Riesen-Vorbild. So wuchs ich also in aller Geborgenheit und ohne jegliche Sorgen auf, Vater hatte ich keinen. Natürlich habe ich mir die wildesten Geschichten ausgedacht, vielleicht ist er ja ein Rockstar
Meine Tante war wohl sowas wie mein Vaterersatz. Häufig wurde ich gefragt, ob ich denn nicht wissen wolle, wer ER ist. NEIN war meine klare entschlossene Antwort, denn mir fehlte nichts, keine Vaterrolle, kein Rockstar und auch sonst war ich mehr als ein glückliches Kind. Tatsächlich hat auch meine Mutter mir immer wieder angeboten meinen Vater besuchen zu fahren, ich wollte aber im Grunde nicht. Warum kann ich nicht erklären!

Mama und ich

Der erste Kontakt mit IHM

Erst nach dem Tod meiner Mutter, ich war damals gerade 18 geworden, wollte ich doch wissen, wer noch mein letzter direkter Verwandter war. Dass er lebte, wusste ich. Irgendwo in der Nähe von Innsbruck, also ca. 50 km von meiner Heimat entfernt.

In der Geldtasche meiner Mutter fand ich auch prompt eine Adresse und so schrieb ich einen Brief. Mein Vater hat diesen Brief übrigens immer noch, ich kann mich heute aber kaum noch an die Worte von damals erinnern! Im groben und ganzen habe ich glaube ich ziemlich radikal erklärt, dass meine Mutter nun nach längerer Krankheit verstorben ist (eine Sterbeanzeige habe ich auch angehängt) und ob er denn die Unterhaltszahlungen trotzdem weiter leisten würde. Ich hatte meine Schule damals noch nicht fertig, und war natürlich unter anderem auf das Geld angewiesen, ich wollte ja noch fertig maturieren.

Ich glaube dieser Brief hat ihn damals ziemlich vom Hocker gerissen, ist ja auch nicht einfach nach 18 Jahren eben mal einen Brief von der Tochter zu erhalten und dann auch noch mit solchen Neuigkeiten.

So kam es aber, dass wir in regen Briefwechsel standen, und irgendwann regelmäßig wie Brieffreunde Mails schrieben. Ja, so kann man es wohl nennen, mein Vater und seine Frau Gabi, waren meine Brieffreunde.

Vom Brieffreund zum Bekannten

Ich war noch sehr jung damals, aber irgendwie gezwungenermaßen auch schon relativ Erwachen geworden. So stand ich also im regen Mail Kontakt zu meinem Vater und Gabi, doch persönlich kennengelernt haben wir uns erst kurz nach meinem Entschluss auszuwandern. Damals war ich gerade 21 Jahre und mein heutiger Mann drängte mich doch endlich meinen Vater zu treffen. Er meinte, probiere es doch bevor du nach Paris kommst, du kannst nur gewinnen! Entweder du merkst, och ne das geht gar nicht und dann bist du eh weit genug weck, oder du findest heraus, ach cool ich habe ja noch ein Elternteil!

Klar Mostafa hatte recht, zu verlieren hatte ich wirklich nichts, aber einfach fiel es mir trotzdem nicht. Aber ich habe einfach wieder eine Mail geschrieben und gesagt, los lass uns mal ein Treffen organisieren. Die Mails von ihm hatten mir ja schon gezeigt, er stand mir mit offenen Armen gegenüber, aber in live und in Farbe ist schon noch einmal ein Schritt für sich. Ich stieg also im Frühjahr in meinen kleinen roten Fiat und fuhr dem Navi hinterher. Ich sollte MEINEN Vater kennenlernen, mulmiges Gefühl und zittrige Knie, aber nicht nur bei mir 😉

Wir trafen uns also mein Vater, seine Frau Gabi und ich. Eingeladen war ich bei ihnen im Haus am Berg zum Abendessen und gemütlichen Plausch. Ja und das wurde es auch ein sehr interessanter und sehr spannender Abend der mehr als positiv endete und ich heute noch Mostafa danke, dass er mich dazu überredet hat.

Oma Gabi und Opa Wolfi immer dabei

Dann bin ich ausgewandert. Der Kontakt wurde weiterhin über Mails gepflegt, aber wie es so ist, im Alltag lebt man eben schnell und so konnte es schon passieren, dass wir uns mehrere Monate nicht hörten.

Der richtige Wendepunkt kam dann mit Selina. Als ich das erste Mal die kleine Maus bei Oma und Opa vorstellte haben wir angefangen mehr und mehr Kontakt zu Pflegen und inzwischen sind wir tatsächlich zu einer richtigen Familie zusammen gewachsen. Übrigens gibt es ein Rezept, das Gabi beim ersten Treffen mit Selina gemacht hat, das findet ihr hier.

Selina liebt Oma und Opa über alles und spricht viel von ihnen. Zeit zu verbringen mit meinem Vater und der lieben Gabi ist mir inzwischen ungemein wichtig und tut sehr gut! Irgendwie habe ich eine innere Ruhe gefunden, dass es eben doch noch (neben meiner Tante) irgendwo auf dieser Welt Verwandte gibt, auf die ich im Notfall auch zählen kann.

JA, meinen Vater kennenzulernen hat bei mir im Gegensatz zu anderen Familien ziemlich lange gedauerte 😉 aber ich glaube gerade deshalb können wir es heute noch mehr genießen, und schätzen es natürlich auch noch einmal mehr. Familie ist nichts Selbstverständliches, wir alles sollten nicht vergessen was für einen Schatz wir damit besitzen.

selbstgemachte würzige Nüsse
selbstgemachte würzige Nüsse
Und hier das Rezept für selbstgemachte würzige Nüsse:
ZUTATEN:
  • 200 gr Mandeln oder andere Nüsse
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Olivenöl

ZUBEREITUNG:

Ich verwende für selbstgemachte würzige Nüsse gerne geschälte Mandeln, es schmecken aber auch alle anderen Nüsse, mit anderen Gewürzen, ganz genauso gut! Probiert eure Favoriten.
Die Mandeln bei kleiner Hitze in eine Pfanne geben und mit dem Öl anbraten bis sie teilweise bräunlich sind. In der Zwischenzeit Salz und Paprika mischen (lecker schmeckt auch Curry oder Kurkuma). Dann den Herd ausschalten und die Gewürze über die Mandeln schütten und noch einmal gut durchschwenken. Sollte noch zu viel Öl in der Pfanne schwimmen, dieses bitte entfernen und die Nüsse dann in eine Schale geben.

Etwas abkühlen lassen dann BON APPETIT 🙂

selbstgemachte würzige Nüsse
Von den Nüssen und den Verwandten:

JA, jetzt nach der langen Lecktüre naja so lang ist sie nicht, da gäbe es noch ein ganzes Buch dazu zu schreiben, vielleicht mache ich das ja irgendwann wünsche ich euch erstmal Mahlzeit bei den Nüssen.
Ich stelle selbstgemachte würzige Nüsse gerne als kleine Vorspeise auf den Tisch, wenn Gäste kommen, dann kann man beim Hugo trinken direkt ein bisschen knabbern.

Eigentlich gehören die Nüsse aber auf eine Tapas Tafel! Weitere Tapas werd ich euch in Kürze auf dem Blog vorstellen!

Na los jetzt, probiere sie aber erstmal aus, und lass mich bitte wissen wie sie dir schmecken!

Ganz liebe Grüße und lass es dir gut gehen 🙂

Laura

Me
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