Faschingskrapfen

Faschingskrapfen, Berliner, oder wie auch immer!

Unsinniger Donnerstag, Weiberfast Nacht, schmutziger Donnerstag! Ja es gibt noch einige Worte für diesen Donnerstag! Tatsächlich stammt „schmotzig“ oder „schmutzig“ aus einem allemanischen Dialekt und bedeutet fett. Angelehnt an das in fett ausgebackene Gebäck das an diesem Tag typischer Weiße verspeist wird! Bei mir sind es eben die Faschingskarpfen die ich am unsinnigen Donnerstag verdrücke 🙂

Faschingskrapfen
Faschingskrapfen
Faschingskrapfen

Fasching - Karneval

Hier merkt man nix von Karneval aufgrund Corona musste der typische Umzug in Paris leider abgesagt werden. Nicht so schlimm für mich, denn Karneval ist eindeutig nicht mein Fest! Ich mag mich nicht verkleiden, aber für Kinder finde ich es eigentlich immer süß! Leider wird in der Schule von Selina sich nicht verkleidet, was ich etwas traurig finde. Es war bei uns doch immer ein toller Tag in der Schule mit den verschiedensten Masken und Kostümen.

Als ich vor kurzem zu meinem Mann meinte, er solle sich doch ein Kostüm für Fasching kaufen. Meinte er ganz ernst, tatsächlich brauche ich ein neues „Costum“. JA hier hätten wir mal wieder die lustigen Sprachfeinheiten! Was in Deutsch eine Verkleidung ist (Kostüm) ist in Frankreich ein Anzug (costum – ausgesprochen kostüm).

So, das einzige, was wir von Fasching in diesem Jahr haben, ist das, fettige Dessert die Faschingskrapfen. In einigen Teilen werden ja gebackene Mäuse zu Fasching serviert, auch dazu habe ich ein monströs leckeres Rezept!

Übrigens habe ich sie das erste Mal selbst gemacht und bin mega begeistert von meinem Versuch! Das Rezept ist perfekt und darf genau so an euch weitergegeben werden. Probiert sie doch selbst mal aus, es ist leichter als gedacht 🙂

Krapfen
Karneval
Und hier das Rezept:
ZUTATEN:
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Würfel frische Hefe oder ein Pck Trockenhefe
  • 250 ml warme Milch
  • 40 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 4 Dotter
  • optional 1 Stamperle Rum (habe ich nicht verwendet)
  • 1 Liter Öl zum herausbacken (Sonnenblumenöl)

Füllung:

  • 200 g feine (ohne Stücke) Marillenmarmelade zum füllen
  • Schololadencreme
  • Vanillecreme (flüssiger Pudding)

zur Deko:

  • Staubzucker

ZUBEREITUNG:

für 14 bis 15 Faschingskrapfen à 65 Gramm.

Am besten beginnt man mit der Milch. Diese lauwarm erwärmen eine Prise Zucker hinzugeben und die Hefe darin auflösen. Dann für rund 10 Minuten auf der Heizung stehen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Salz mischen und bereitstellen. Dann die Butter schmelzen, den Zucker einrühren sowie die Dotter zufügen und gut vermischen. Am Ende noch die Milch-Hefe dazu rühren und über das Mehl schütten und gut verkneten (rund 5 Minuten mit der Küchenmaschine oder eben 10 Minuten per Hand).

Der Teig sollte ein lockerer glatter Hefeteig werden, auch wenn er sich nicht restlos von der Schüssel löst kein Problem. Dann für rund 1 Stunde gehen lassen (länger kein Problem), der Teig sollte die doppelte Menge angenommen haben.

Der Teig muss nun einmal abgeschlagen werden. Dies bedeutet, noch einmal mit der Küchenmaschine oder per Hand gut durchkneten und erneut für mindestens 30 Minuten gehen lassen!

Durch das mehrfache aufgehen wird den die Faschingskrapfen feinporig und der Teig schön glatt!

Endspurt:

Jetzt den Teig noch einmal mit etwas Mehl kneten und in Stücke teilen. Ich habe meine Krapfen ca. 60 bis 70 Gramm schwer gemacht und einzeln abgewogen. Jetzt geht es ans Krapfenschleifen, benötigt vor allem Geduld und etwas Übung!

Krapfen schleifen ist das zur Kugel formen der Bälle. Dazu mit reichlich Druck kreisförmige Bewegungen mit den Händen machen. Entweder wie ich zwischen den beiden Händen, oder auf der Arbeitsplatte. Einfach so lange wälzen bis eine glatte Kugel entsteht ohne Risse oder „Nähte“.

Die Krapfen dann auf ein Tuch legen und mit einem anderen abdecken, noch etwas auf die Krapfen drücken, damit keine Faschingsbälle, sondern Faschingskrapfen entstehen. Diese Krapfen noch einmal für rund 30 Minuten über der Heizung gehen lassen.

Nun das Öl auf 150 Grad vorheizen (am besten mit einem Friteusenthermometer* überprüfen). Vorsicht das Öl muss schön heiß sein, aber darf auch nicht zu heiß sein, ansonsten verbrennt alles! 

Die Krapfen zuerst mit der Oberseite in das Öl, dann einen Deckel darauf geben und für 2 Minuten so lassen, dann umdrehen und noch einmal für 2 Minuten mit offenem Deckel fertig backen!

Nach dem Backen aus dem Öl holen, und abtropfen lassen, dann geht es auch direkt ans Krapfen füllen! Dies macht man am besten mit einer Krapfenspritze*, es geht natürlich aber auch mit einem Spritzsack mit entsprechender Tülle!

Etwas Puderzucker auf die Krapfen und ab in den Mund!

Alaaf oder Helau, wie immer ihr wollt! Ich sage nur: BON APPETIT

Krapfen backen
Füllungen für die Krapfen:

Typischerweise füllt man bei uns in Südtirol die Faschingskrapfen mit Marillenmarmelade! Es gibt aber auch andere mega leckere Füllungen!

Sehr lecker ist Vanillesauce im Krapfen, dazu habe ich auch ein tolles Rezept zum Selbermachen. Oder aber ihr füllt die Krapfen mit Lemon Curd, ein bisschen exotisch, ABER mega lecker. Ein weiterer Klassiker ist Schokoladen Nusscreme im Krapfen! Vor allem die Kinder lieben diese Variante!

Man kann die Krapfen aber nicht nur toll Füllen, sondern auch sehr schön dekorieren! Ihr könnt Schokolade im Wasserbad schmelzen und den Krapfen darin eintunken und trocknen lassen. Zuckerguss aus etwas Puderzucker und Zitronensaft und darüber noch ein paar bunte Zuckerstreusel streuen! Oder ganz einfach ein schönes Muster aus Puderzucker streuen!

Lasst eure Kreativität spielen. Jetzt dürft ihr direkt an das Krapfen backen gehen und loslegen! Lasst mich dann wissen wie sie euch schmecken.

lecker
Krapfe

Ganz liebe Grüße und lass es dir gut gehen 🙂

Laura

Me
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